
Source-Komponenten werden nur in der erweiterten Ansicht angezeigt. Klicke auf die Taste „Advanced“, um zur erweiterten Ansicht umzuschalten, und dann auf die Taste „A/B/C/D“, um die Source auszuwählen, die du bearbeiten willst.
Die Parameter in diesem Bereich werden angezeigt, wenn die Taste „Additive“ auf einer Source-Unterseite aktiv ist. Die Additivelement-Steuerungen beinhalten auch eine Reihe von Additiveffekten. Weitere Informationen findest du unter Alchemy-Additivelement-Effekte.

Taste „On/Off“: Aktiviere bzw. deaktiviere das Additivelement in der Source. Dies kann nützlich sein, wenn eine Audiodatei im Modus „Add+Spec“ importiert wurde und sowohl die Additiv- als auch Spektral-Engines verwendet werden, um unterschiedliche Aspekte des Sounds zu reproduzieren. Verwende die Taste „On/Off“, um einen der Bereiche zu deaktivieren, wenn du die Additiv- oder Spektralkomponente isoliert hören willst.
Taste „Sinus/Complex“: Verwende „Sinus“, um jeden Teilton mit einer Sinuswelle erneut zu synthetisieren. Verwende „Complex“, um eine Resynthese-Wellenform aus dem Einblendmenü „Shape“ auszuwählen.
Der Modus „Sinus“ führt zur genauesten Resynthese des ursprünglichen Samples und vereinfacht das Arbeiten mit den Additiveffekten und Formant-Steuerungen. Im Modus „Complex kann die Auswahl einer anderen als einer Sinuswellenform eine drastische und häufig ungewöhnliche Auswirkung auf die gesamte Klangfarbe des Sounds haben.
Hinweis: Die Additiveffekte und Formant-Steuerungen werden unter der Annahme, dass jeder Teilton eine Sinuskurve ist, benannt. Wenn eine der komplexen Wellenformen verwendet wird, verhalten sich der Drehregler „Pulse/Saw“ und die Formant-Shape-Drehregler auf komplexere Weise. Es empfiehlt sich in den meisten Fällen, die Option „Sinus“ zu wählen, um das Arbeiten mit diesen Steuerungen zu vereinfachen.
Einblendmenü „Shape“: Wähle eine Wellenform, die verwendet wird, um jeden Teilton in deinem Sound erneut zu synthetisieren.
Drehregler „Volume“: Legt den Output-Pegel des Additivelements innerhalb der Source fest. Wenn mehrere Elemente in einer Source verwendet werden, verwende diese Steuerung, um den relativen Pegel der Additivkomponente festzulegen.
Drehregler „Num Partials“: Legt die Anzahl der Additivteiltöne fest, die generiert werden (bis zu 600).
Die Anzahl der erforderlichen Oszillatoren hängt vom Sound ab. Zum Beispiel hat eine Flöte eine beschränkte Anzahl von Obertönen und erfordert weniger Teiltöne als ein Cello oder eine Geige. Der spielbare Bereich kann sich ebenfalls auf die Anzahl der erforderlichen Oszillatoren auswirken: Hohe Noten benötigen nur eine geringe Anzahl höherer Obertöne, bevor die Hörgrenze erreicht wird, während tiefe Bassnoten Hunderte von Obertönen aufweisen können, ohne dass die Grenze erreicht wird. Alchemy legt automatisch einen geeigneten Wert für „Num Partials“ fest, wenn Additivdaten aus importierten Audiodateien erneut synthetisiert werden. Du kannst diesen Wert in einigen Fällen verringern, das Entfernen höherer Teiltöne kann jedoch unerwünschte Änderungen an bestimmten Sounds verursachen.
Hinweis: Die Additiv-Engine verarbeitet Teiltöne in Vierergruppen. Lege den Parameter „Num Partials“ auf ein Vielfaches von vier fest, um den besten Kompromiss zwischen CPU-Auslastung und Soundqualität zu erreichen. Stelle „Num Partials“ immer auf die geringste Anzahl von Teiltönen ein, die vom Sound benötigt werden, weil dadurch die CPU-Auslastung verringert wird.
Drehregler „PVar“: Stimme alle Teiltöne gleichzeitig. Dies erfolgt vor der Verarbeitung durch die Additiveffektmodule, die Teiltonstimmungen spreizen (Stretching) oder verschieben (Shifting). Bei 0 % werden alle Teiltöne in einer perfekten Obertonreihe gestimmt. Bei 100 % folgt jeder Teilton den in der Originalaudiodatei erkannten Tonhöhenschwankungen. Die klangliche Auswirkung dieses Parameters hängt in hohem Maße vom Audiomaterial ab. Klänge mit stark unharmonischen Inhalten wie Glocken werden durch Verringerung der Tonhöhenvariationen erheblich verändert. Wenn jedoch alle Teiltöne auf die Obertonreihe gestimmt werden, hat der Drehregler keinen Einfluss auf den Sound.
Der Drehregler für Tonhöhenvariation ist am nützlichsten, wenn es um erneut synthetisiertes Audiomaterial geht. Wenn du beispielsweise ein mit Vibrato aufgenommenes Stimmen-Sample analysierst, kannst du mit diesem Drehregler die Vibrato-Tiefe verringern oder sie mit der Einstellung null komplett entfernen. Wenn alle Tonhöhenvariationen von einer Stimme entfernt werden, kann dies zu einer synthetischen, künstlichen Charakteristik führen.
Drehregler „Sym“: Verändert die Symmetrie oder Form von Sinuswellen, indem die erste Hälfte der Wellenform verlängert und die zweite verkürzt wird (oder umgekehrt). Der hörbare Effekt ist ähnlich, wenn der Drehregler in die eine oder andere Richtung bewegt wird. Symmetrie verändert Wellenformen, bis sie von der Form her nicht länger reine Sinuswellen sind. Dies führt dazu, dass jeder Teilton unabhängige Obertöne entwickelt und der Sound heller wird.
Klicke in der Leiste „Name“ auf die Taste „File“ und wähle „Initialize Preset“ aus dem Einblendmenü aus, um alle Alchemy-Parameter auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen.
Klicke auf ein Source-Auswahlfeld und wähle dann „Import Audio“ aus dem Einblendmenü aus.
Klicke in der Importübersicht auf die Taste „Additiv“, um den Analysemodus zu ändern.
Wähle eine Audiodatei aus und klicke dann auf „Import“.
Einzelne Noten mit starkem Obertoncharakter funktionieren meistens gut. Eine gute Quelle für solche Dateien ist der Unterordner „Vocals“ der Factory-Samples.
Wechsele mit der Datei in eine höhere oder tiefere Lage und verringere den Wert des Drehreglers „Num Partials“, um hohe Obertöne zu entfernen. Beachte, dass du beim Spielen höherer Noten diesen Drehregler weiter herunterregeln musst, bevor du seine Wirkung hörst.
Verringere den Wert des Drehreglers „PVar“, um alle Tonhöhenvariationen zu entfernen, sodass alle Teiltöne eine perfekte Obertonreihe bilden. Mit einem Nullwert für „PVar“ wird jegliches Vibrato oder werden Tonhöhenänderungen im Source-Sound vollständig entfernt.
Passe den Wert des Drehreglers „Sym“ an, um die Symmetrie von Source-Sinuswellen zu ändern. Beachte die zusätzliche Helligkeit, die durch neue Obertöne erzeugt wird, die generiert werden.